Ich war auf dem Weihnachtsmarkt, Jesus nicht.

Heute musste ich in der Mitte von Bochum (also wirklich GENAU in der Mitte) so Dampfzubehör shoppen. Das lief gut, ich brauchte so einen neuen Aufsatz weil beim alten die Dichtung nicht mehr hielt was ihr Name verspricht. Die nette Dame meinte, das kriegt sie repariert und machte mit wenigen Handgriffen alles total kaputt. So bekam ich einen neuen Aufsatz umsonst, 15 € gespart. Ein toller Service, ich hab gleich klargemacht: „So machen wir das jetzt immer. „.

Da ich schonmal in der City war (wo ich sonst nie bin) musste ich auch auf den Weihnachtsmarkt. Weil Frauchen einen Paradiesapfel wollte. Kann ja nicht so ein Problem sein, dachte ich.

Als erstes sah ich ein historisches Holzriesenrad. Das sah ungefähr so historisch aus wie vor einer Woche im Baumarkt gekauft und riesig ist auch anders. Nämlich wenigstens sowas ähnliches wie groß. Bei diesem Teil wusste man nicht ob man mitfahren oder es kaufen und mitnehmen soll. Aber war eh noch geschlossen. Trotzdem lief so Horrorfilm-Jahrmarktsmusik, wo man jeden Moment mit einem entstellten Clown rechnet, der mit Kinder-Gliedmaßen schmeißt. Schnell weiter.

Ich war ewig nicht auf dem Weihnachtsmarkt, und wenn dann nur um die Reibekuchen von einer bestimmten Bude zu genießen. Heute war ich mal wieder länger unterwegs da. Denn: Paradiesäpfel sind auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt fast genau so selten wie Pandabären und Minotauren. Es gab alle typischen Sachen, und die in Mengen. Außer Paradiesäpfel. Sind die so out? Weit, weit musste ich laufen und tief in der Innenstadt verkaufte mir ein Mädchen dann endlich einen. Ich hab so dankbar geguckt das man sah, wie sie Angst bekam. Schnell weiter.

Ein Halstuch wollte ich mir noch kaufen. Ich konnte mich an diese Stände erinnern wo es so Metal-Aufnäher und T-Shirts und Buttons und Nietengürtel und so gab. Es ist viel Geld verdient worden mit satanistischen Symbolen auf Weihnachtsmärkten. Und an so Ständen gab´s auch immer Halstücher. Solche Stände gibt´s nicht mehr. Es gibt nur Weihnachtszeug oder Glühwein oder Fressen. Und wenn´s mal was anderes gibt, sind das so doofe flauschige Bommelmützen die nur Vollpalmen kaufen.

Früher waren die Holzbuden alle gleich. Das war toll, denn es kam ja darauf an, was drin ist. Heute sehen die Buden alle aus wie vom Kunstschreiner. Sechs- oder achteckig, helles Holz, mit Fenstern nach hinten, wofür auch immer. Und die Buden sind so aufgestellt, das es kein Gedränge gibt. Auch wenn´s genervt hat: Das gehörte früher dazu. Da muss ich mich an dieser Stelle aber herzlich bei allen Menschen mit super-riesigen Rollstühlen, Drillings-Kinderwagen, Bollerwagen, Fahrradanhängern usw. bedanken. Ihr macht´s ein bisschen so wie früher. Da das so ein Treffpunkt zu sein scheint, plane ich für nächstes Jahr ein riesiges Metallgestell auf Rollen, nur für den Weihnachtsmarkt. Jubilieren und blockieren.

Niedlich, wie jedes Jahr: Die Glühwein-Autisten. Sie stellen sich an den Glühweinstand, fangen an selig zu grinsen und denken nicht. „Ich bin auf dem Weihnachtsmarkt, Glühwein.“, scheinen ihre leeren Augen zu sagen. Die Abschuss-Bude von früher gibt´s auch nicht mehr. Da war der Glühwein am billigsten, also haben sich da die Asis versammelt. Ach, die Erinnerungen an menschliche Abgründe von völlig Fremden während man sich fragt wo man ist…sowas werden unsere Kinder auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt nicht mehr erleben. Obwohl es zum Erwachsenwerden dazugehört. Sehr schade.

Mein Fazit: Weihnachtsmarkt war früher nicht der Hammer, aber bevor man gar nix macht… Heute ist Weihnachtsmarkt kacke und man macht besser was anderes.

 

 

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Mit Butter gegen Repression – Zivilcourage in Bochum

Wir Bochumer sind hart drauf. Wir mussten schon immer mit doofen Sachen klarkommen, z.B. unser VfL Bochum, das bescheuerte Starlight Express Musical das hier seit Jahrzehnten einfach nicht wieder weggeht und Herbert Grönemeyer. Die Musik ist ja schon pain in the ass genug, aber noch schlimmer: Wenn man im Internet jemandem aus dem Libanon oder aus Neuseeland schreibt, man kommt aus Bochum fragt jeder: „Do you know Grönemeyer?“. Klar, außer mir und dem wohnt hier ja keiner.

Naja, durch diese und noch ganz andere Schwierigkeiten sind wir Bochumer abgehärtet. Wir lassen uns nicht verarschen. Oder nerven. Das machte ein Bochumer letzte Nacht eindrucksvoll klar. Sein Name ist nicht bekannt also nennen wir ihn einfach Lucky Rogers. Lucky war mit seiner Freundin, Susanne Fantasiename (Fantasiename) so unterwegs, um die Häuser ziehen.

Die beiden hatten sich einen gezwitschert, ordentlich getankt, sich einen über die Laterne gegossen, gebechert, gezecht, gesoffen, dem Alkohol zugesprochen und ein, zwei Bierchen waren auch dabei. Also waren sie voll, pralle, dicht, breit, hatten alle Lampen an, standen unter Strom, waren beschwipst und hatten einen sitzen.

Lucky und Susanne hatten einen gemütlichen Abend geplant, nach dem Vorglühen wollten sie etwas Spaß mit Butter haben. Hatten sie sich gerade besorgt und beide freuten sich auf echt fettige Erotik. Leider wurde ihnen das gründlich verdorben. Denn wer kam um die Ecke? Rettungssanitäter.

Die kann niemand leiden, diese Wichtigtuer. „Lasst mich durch, ich bin Sanitäter!“. Klar, damit ich auf dem Handy Video wieder keine Unfallopfer sondern abermals Deine blöde Neonjacke drauf hab die die gesamte Belichtung versaut. Und arrogant sind die! Wenn man die nett bittet: „Macht mal 20 mg Morphin.“, dann heißt es gleich: „Neenee, das wissen wir besser.“. Dabei weiß jeder: Morphin ist die Königin der temporären Lösungen.

Als diese blöden Arschloch-Sanitäter um die Ecke kamen wollte Lucky Susanne gerade etwas sehr wichtiges sagen. Ab einem Level von 2.0 wird Konversation echt schwierig. Und laut Polizei hatte Lucky sogar 2,8. Das Problem beim kommunizieren ist: Man muss sehr schnell sein. Oft hat man nach 3 Worten den Rest des Satzes vergessen, muss kotzen, fällt hin usw. Alkohol eben. Alkohol in 3 Worten: Macht trotzdem Spaß.

Lucky riß sich zusammen und hatte schon einen halben Satz geplant, da machten die Sanis aus purer Boshaftigkeit das Martinshorn an. Lucky erschrak und kam total durcheinander. Durch die Scheiben des Rettungswagens sah er die hämisch grinsenden Sanitäter, einer trank sogar Kaffee. Jetzt reichte es Lucky endgültig. Jetzt war die Stunde, ein Mann zu werden.

Im Adrenalinrausch entriß er Susanne die Butter, sprang todesmutig auf die Straße und warf die Butter in Richtung Notarztwagen. Der arrogante bestimmt WoW-spielende Sanitäter stieg aus und provozierte Lucky weiter. Lucky war wie eine in die Enge getriebene Ratte, er hatte jetzt nur noch eine Möglichkeit: Total asi rumprollen. Und das gelang ihm, bis die Polizei ihn mitnahm. Und selbst da machte er noch klar: Das Martinshorn nervt aber auch echt.

Der Typ, wo der Rettungswagen eigentlich hinwollte konnte trotz Verspätung reanimiert werden. Also chillt Euch mal, Leute.

Und hier das Ganze nochmal aus Sicht der Lügenpresse. Die wollen uns doch verarschen!

http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/bochum/In-Bochum-Betrunkener-stoppt-mit-Butterwurf-Notarzt-Einsatz;art932,3166671

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Mann mit zu lauter Hupe endlich gefasst!

Der Terror hat ein Ende. Ein Mann, der eine zu laute Hupe am Auto hatte und damit den ganzen Stadtteil genervt hat ist dingfest gemacht worden.

Das ist jetzt nicht so die Blockbuster-Nachricht? Dachte ich auch erst. Aber wenn man dann den Täter sieht:

airhorn

Driver Suspected of Blaring ‚Extremely Loud‘ Air Horn, Waking El Segundo Residents, Is Arrested: Police

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Fröhlichen 1. Advent, bitches.

Da kam ich gerade so an der Kirche vorbei, mit unpassenden unzüchtigen Gedanken. Aber ich wollte ja auch nicht rein, sonst hätte ich was anderes gedacht. Weiß nicht was genau, aber vom Pornolevel her niedriger.

Plötzlich bzw. in ganz normaler Geschwindigkeit kamen Menschen aus der Kirche: Christen! Die sind mir unheimlich, die übertreiben das: „Normal sein“ bis es bizarre Züge annimmt. Und auch diese Christen sahen wieder alle aus wie aus dem OTTO-Katalog. Nur das die aus dem OTTO-Katalog noch einen Rest Farbwahrnehmung haben, Christen sind Farben egal. Rotes Hemd zu gelber Hose ist für so ein Gemeindeschäfchen kein Ding. Wenn andere davon Zahnschmerzen kriegen können sie sich ja bei Gott beschweren.

Die Christen kamen auf mich zu und ich musste an die Folgen Walking Dead gestern abend denken. Da sind echt Parallelen. Aber Angst um mein leckeres Fleisch was ich mir wachsen lassen habe musste ich mir nicht machen. Die Gottesanbeter waren alle choke full mit Grünkohl. Das sagte mir ein Kumpel, der da auch rumlief, um mich zu beruhigen. Ich werd bei sowas schnell nervös, fange an rückwärts zu reden und sowas ähnliches wie Erbsensuppe überall hin zu reihern. Plus ich gebe unzüchtige Gedanken, die ich eingangs erwähnte lautstark wieder. „Pillemann-Sau!“ ist da erst der Anfang.

Aber wie gesagt, die Christen waren mit Grünkohl, Tierquälerei-Massentierhaltungs-Mettwurst und Getränken sediert. Keine Gefahr, nicht mal missionierungsinteressiert sahen sie aus. Mein Kumpel erzählte mir das das Grünkohlessen da für jeden umsonst ist, jedes Jahr. Und wenn man sich die Klamotten unter dem Einfluss von LSD 25 rauslegt, fällt man kaum auf. Nächstes Jahr wird das witzig da. Ich hab ohne Ende Kollegen, die gern Grünkohl essen. Und umsonst noch lieber. Bier bringen wir sogar selbst mit. Ich freu mich jetzt schon.

Die Christen teilten scheinbar meine Vorfreude, sie grüßten mich alle sehr freundlich. Das fand ich wieder eher unheimlich und so sagte ich nur leise und zaghaft: „Heil Satan…“.

Tja, und so ist die Adventszeit für mich losgegangen. Ein tolles Erlebnis. Der Rest wird wieder wie immer, man kriegt entweder das Piratenschiff von Playmobil oder Weihnachten ist scheisse. Das wird sich nie ändern.

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Punk wird heute 40.

Hat mir gerade der Fernseher erzählt. Vor 40 Jahren kam: „Anarchy in the UK“ von den Sex Pistols raus. Und seitdem gibt es Punk, wollen sie uns erzählen. The Clash, FU´S und so viele mehr – scheißegal. Die Sex Pistols waren am bekanntesten, also sind das die ersten Punx.

Als die Sex Pistols noch den Rotzlöffel-Punk auslebten (möglichst viel Provokation ohne irgendeine Absicht) haben schon viele andere Punx angefangen, etwas Gehirn in die Bewegung zu bringen. So Sex-Pistols-Punks sind auch heute noch eher die peinliche Ausnahme.

Ich persönlich hab mit so 10 Jahren das erste Mal Punx im TV gesehen. Alle Verwandten haben sich drüber aufgeregt, also war das ne Option für mich. Ich sah auch schon so aus als ich noch überhaupt keine anderen Punx kannte. Die ersten gleichgesinnten lernte ich auf einer Anti-Nazi-Demo kennen, unvergeßlicher Tag. Und seitdem war ich dann so in der Szene.

Überhaupt eine Szene zu definieren ist schwierig. Da gibt´s die, die Konzerte, Demos und Aktionen organisieren und die, die einfach nur betrunken und auf Drogen sind. Es gibt total engagierte Veganer genau wie total kaputte Heroinleute. Gehört alles dazu. Weil jeder macht wie er meint. Das means Punk to me. Mach was Du willst und denk für Dich selbst.

Mit den Leuten von der Straße aufwachsen hat echt Vorteile. Wenn man im rechtsfreien Raum klarkommt ist das normale Leben danach irgendwie light. Und man weiß gegenüber diesen Langweilern: Ich hab immer noch ganz andere Möglichkeiten. Hehe.

Naja, Happy Birthday Punk. Klingt behämmert. Macht wonach Euch ist. Lasst Euch keinen vom Pferd erzählen. Denkt für Euch selbst und lauft niemandem hinterher. Das ist Punk. Nicht mehr und nicht weniger. Und solange diese Welt so komisch ist, wird´s uns geben. Auf jeden.

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Nie gehörte Brunftschreie sind Energieverschwendung

Hallo meine lieben Freunde/Freundinnen, Weggefährten/Weggefährtinnen und Kumpane/Kumpaninnen. Es geht so feministisch los hier, weil ich heute folgende Message habe:

Frauen sind in Ordnung. Echt, ich find die ganz gut. Da gibt´s ja teilweise welche, also jungejunge. Mein lieber Scholli.

Themawechsel: Gestern kam ich da so langgelatscht, da rief ein junger Mann mir schon von weitem zu: „Du! Stehenbleiben!“. Na das macht neugierig, also gehorchte ich. Er hatte eine Menge zu erzählen und auch einige Fragen. Leider alles in polnisch. Ich hab polnische Kumpels und kann echt extrem beleidigen auf polnisch. Mehr leider nicht. Als ich klargemacht hatte, das ich mal gar nix verstehe drückte er mir sein Telefon in die Hand. Am anderen Ende erzählte jemand sehr aufgeregt. Auf polnisch. So wurde das auch nix.

Mein neuer Kumpel wurde jetzt sauer und schmiss sein Telefon auf den Boden. Der Akku flog ins Gebüsch. Dann fing er an, mich anzuschreien und an Worten wie: „dupa“ und: „chuio“ erkannte ich: Das ist nicht freundlich. Ich sagte ihm: „Hör mal, ich versuch hier gerade Dir zu helfen und Du schreist mich an? Hab ich ehrlich gesagt keinen Bock drauf.“. Hat er verstanden, durch die Art wie ich´s gesagt habe. Und seine Entschuldigung verstand ich dann auch durch die Art, wie er´s gesagt hat. Ist total einfach, alles, eigentlich. Naja, er wollte partout nicht die Bahn nehmen sondern laufen. Ich wünschte ihm einen schönen Abend. Den er wohl laufend verbracht hat. Godspeed, agressiver Pole.

Wenn man Singer/Songwriter ist wie z.B. Tim Benzko, hat man mit vielen Problemen zu kämpfen. Es ist nicht für alle so schwierig wie für Tim, aber bei dem kommt wirklich alles zusammen: Die Musik, die Texte, die Frisur, das Gesicht, die Stimme: Alles zum Kotzen. Was für ein schlimmes Schicksal. Ein Mann, designed für die Tonne. Irgendwie die männliche Nena. Und der normal große Maffay. Ich hör auf mit dem Thema, es juckt schon überall.

Ich bin zwar auch ein Singer/Songwriter, aber ich bezeichne mich nicht so. Das ist überheblicher Benzko-Kappes. Ich bin ein Musiker, denn ich mache Musik. Fertig. Früher hab ich viel Musik gemacht am Rechner. Ich hatte ein paar Programme mit denen ich gut klarkam und das lief. Jetzt, Ewigkeiten später, wollte ich mal wieder was machen aber meine Programme von früher sind weg und im Net nicht mehr zu finden. Also war ich jetzt viele viele Stunden unterwegs auf der Suche nach Alternativen.

Ich glaube, wenn man vor hat am PC Musik zu machen ist die Auswahl der Programme die erste und höchste Hürde. Wenn man sich im Klaren ist, was man machen möchte…muss man viele neue Wörter lernen, viele Programme ausprobieren und nach 2 Wochen üben dann doch wieder löschen. Wenn man „seine“ Programme gefunden hat und einfach nur Musik machen kann, dann hat man schon einige graue Haare mehr. Ich hab heute ein feines Programm gefunden, heißt Podium. Kann man so gut wie alles mit machen, aber bis man´s erstmal kann…das dauert. Aber egal, ich hab viele Ideen die mal langsam Musik werden müssen.

Gegen Ende meines Aufsatzes möchte ich noch erwähnen, das ich echt enttäuscht von Trump bin. Auf einmal gibt´s doch ne Klimaerwärmung? Und von seinen Nazi-Buddies distanziert er sich auch? Auf was kann man sich denn noch verlassen wenn Vollzeit-Arschlöcher plötzlich nette Leute werden? Ich benutze das Wort: „trumpen“ jetzt für Rückzieher. Wenn man Bungee ankündigt aber nur die Seilbahn auf dem Spielplatz ausprobiert, dann „trumped“ man. Wenn man Koma-Saufen ankündigt und nur 2 Krefelder trinkt. Wenn man ne Orgie ankündigt und beim Onanieren auf Toilette versagt. Wenn man den heiligen Krieg ausruft und nur Popel an die Kirche schmiert. All das ist Donald. Shame on you, Pussy.

Noch etwas Musik, die Herrschaften? Machen wir.

 

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Peavy ist ein ganz armer kranker Motherfucker.

Höööööööy, da isser wieder. Also ich. Ich war ein paar Tage nicht hier und zwar aus folgenden Gründen:

Am Freitag auf der Arbeit hab ich den ganzen Tag gefroren. Aber nicht wie sonst, sondern eher von innen. Außerdem fing ich an zu husten und bekam kleinere Kaltschweißausbrüche, die aber gar nicht unangenehm waren. Und der Hals kratzte. Mit Halskratzen geht´s immer los bei mir.

Nach Feierabend kam ich zuhause an und bekam Schüttelfrost vom Feinsten. 2 Std. im Bett durchgezittert, dann wurde es wärmer. Sehr viel wärmer. Heiß. Und so hab ich das gesamte Wochenende flachgelegen und geschwitzt und gehustet. Außer TV ging nix, also hab ich soviel Mist geguckt, unglaublich. Gestern sogar: „Die Tribute von Panem“. Fand ich ganz gut, liegt am Fieber. Normal ist das ein Scheißfilm, bin ich sicher.

Fieber hat aber noch andere Vorteile. Dem Rest des Körpers geht es scheisse, aber das Gehirn kann sich endlich mal entspannen. Nix mit: Ich müsste noch, da wollte ich doch auch schon ewig weitermachen, dringend gemacht werden müsste auch noch…Nee. Is nich. Es wird nix gemacht weil mehr als rumliegen nicht geht.

Auch toll ist immer: Wick Medi Nait. Der Erkältungskick für die Nacht. Das Zeug lindert nicht unbedingt 6 Erkältungsbeschwerden wie die Werbung suggeriert. Man kriegt einen ausgewogenen Alkohol-Ephedrin-Mix vor den Appel und schläft dann wie ein Stein. Morgens geht´s einem erstmal gut, weil man das Ephedrin noch merkt. Wick Medi Nait ist meines Wissens nach die einzige Möglichkeit, rezeptfrei an Ephedrin zu kommen. In den US of A ist Ephedrin nicht nur legal, sondern ein Riesenmarkt. Das nimmt nicht nur Walter White zum Kochen, das nimmt da die Hausfrau zum cool bleiben.

So auf Drogen und Fieber träumt man interessante Sachen: Leute haben mich kontaktet, weil ich angeblich wichtige Begriffe der bayerischen Sprache erfunden hätte. Ein Freund hat sich in einer Leiter versteckt. Ferngesteuerte Hautkrankheiten. Patrioten gegen Rassismus der von Kanaken ausgeht. Und, immer dominant und ultrapräsent: Leuten die Klamotten einsauen ist witzig. Ich sehe das als Zeichen. Watch your clothes.

Heute dann mal zum Dr. Stephan Frank (Name geändert). Ergebnis: Ich habe eine fette Bronchitis. Also Antibiotika (obwohl gestern erst Garnelen) und ne Woche platt. Gibt schlimmeres. Ich frag mich bloß, wie ich früher als Raucher an dieses Gehuste gewöhnt sein konnte.

So, ich geh zurück in Betty. Ich les Castaneda im Moment, das passt wie Arsch auf Eimer zu meinem Zustand. Noch ein Song zum Thema:

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Alle arbeiten im Büro.

Mir geht da was aufs Skrotum. Alle denkenden Menschen wissen: Verallgemeinern ist doof. Man kann nicht sagen alle Ausländer stinken. Oder alle Busfahrer gucken total perverses Zeug im Internet. Sowas zu sagen ist Blödsinn.

In einem Fall wird aber ständig verallgemeinert und das scheint kaum aufzufallen. Es geht um die arbeitende Bevölkerung. In vielen Medien, besonders penetrant aber in den beruhigenden Nachmittags-Sendungen in den Dritten Programmen. Diese Sendungen wo gekocht und gebacken wird, ein Mann sein dressiertes Huhn präsentiert und es bauamtlichen Ärger wegen einem Sportplatz in Essen-Fickdichselbst gibt. So Sendungen, wo man weiß: „Solange die diesen Kappes senden is nix Ernstes. Wenn gleich Atomkrieg wäre, würden die nicht den Horst mit seinem Huhn zeigen.“.

Gerade da, aber auch sonst passiert´s. Alle Arbeitnehmer werden gleich gemacht und zwar so: Die (wir) arbeiten alle im Büro, fangen um 9.00 Uhr an und stehen daher um 7.00 Uhr auf. Ausnahmslos alle fahren dann mit dem Auto zur Arbeit. Richtige Arbeit scheint das auch gar nicht zu sein, denn solche Arbeitnehmer machen da so Sachen wie: „endlich mal den Schreibtisch aufräumen“, oder: „sich mal um die Zimmerpflanzen kümmern“. Wie ich immer sage, die wahren Arbeitslosen sind alle in der Verwaltung tätig.

Schichtdienst wird völlig ignoriert, am Freitag nachmittag um 15 Uhr wird allen ein tolles Wochenende gewünscht. Als ich Nachtschicht hatte und Freitags abends um 22.00 Uhr noch ne 10-Stunden Schicht antreten musste ist der Fernseher oft nur knapp einem gewaltsamen Tod entgangen.

Ich (so wie viele, viele andere) arbeite draußen. Bzw. auch drinnen, aber eine Lagerhalle mit geöffneten Toren in alle Richtungen (Durchzug garantiert) würd ich im Winter nicht drinnen nennen. Da ist es 2 Grad wärmer als draußen, maximal. Ich bin also sehr dick angezogen und friere trotzdem. Also hab ich gestern Thermo-Unterwäsche bestellt. Produktbeschreibung: „Für Sportler, Spaziergänger und Camper“. Das irgendjemand sowas für die Arbeit braucht, da kommt keiner mehr drauf. Arbeitnehmer sitzen ja alle im klimatisierten Büro und kümmern sich um die Zimmerpflanzen. Während sie über das Wetter jammern, „Ich musste heute eiskratzen und hatte ganz kalte Hände.“.

Also, nur um es nochmal in Erinnerung zu rufen: Es gibt uns und wir sind viele. Wir arbeiten zu unmöglichen Zeiten, wir arbeiten draußen. Wir machen uns dreckig und heben schwer. Wir haben keine Zimmerpflanzen auf der Arbeit weil die das nicht überleben würden. Ich will nicht jammern, ich mag meinen Job. Nur kommt´s mir dabei vor als würde ich vergessen werden.

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Letzte Chili-Ernte, das Jahr ist rum.

Heute die Chilies vom Balkon geerntet. Eigentlich doofe Arbeit, die kleinen Bastarde lassen sich nicht einfach pflücken, da muss man schon hartnäckig und so. Kurz bevor es langweilig wurde, wurde ich kreativ:

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Das ist ein Teil der Ernte vom Balkon. Echt nur ein Teil. Und im Garten…falls jemand Chili braucht, Ihr wisst Bescheid. Ich hab immer wat scharfet am Start.

Wenn ich die letzten Chilies abernte, ist Winter. Kacke. Botanisch passiert jetzt nur noch, das wir ein paar Blumenzwiebeln in die Erde tun. Und dann ist bis Mitte Januar nix mehr, aber auch dann geht´s eher schleppend los. Naja. Es gibt ja auch sonst genug Zeugs zu tun.

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Fuckface did it. Und St. Martin wird nix.

Heute morgen auf der Arbeit bekam ich immer, wenn´s um die Wahl ging im Radio nix mit weil irgend jemand Krach machte. Das Erste was ich bewusst mitbekam war: Trump hat so gut wie gewonnen.

Ich hab ja schon viele verrückte Sachen erlebt aber das ist jetzt doch ein anderes Level. Da muss man durchatmen. Die amerikanische Bevölkerung…hat…DEN gewählt? Ich mein, jetzt mal im Ernst…DEN? Klar, Hillary ist auch nicht der Brüller aber wenigstens gar nicht oder nur privat irre. Nee, Amerika, Dich kann ich jetzt nicht mehr ernstnehmen, sorry.

Aber es scheint ja überall Trend zu sein. Trump, Brexit, Pegida, der IS, die AfD, hinter sowas rennen die Menschen her. Um hinter irgendetwas herzurennen. Dann muss man sich keine eigenen Gedanken machen sondern es reicht sich in Pläne anderer Menschen reinzusteigern. Man benutzt sein Gehirn fast gar nicht mehr ohne Geld für Drogen auszugeben. Und man hat plötzlich eine Meinung wenn nicht sogar eine Mission. Aufregend.

Die Facebook-Seite wo es Auswander-Tips von USA nach Kanada gibt ist schon während der Wahl abgeschissen. Wer weiß, vielleicht kommt die nächste Flüchtlingswelle aus den USA? Da werden nicht so viele ertrinken, viele Amis haben angewachsene Schwimmreifen da können die noch 2 Leute mit draufnehmen. Das ist kein Vorurteil. Ich war ich den USA und erstaunt wie viele da wirklich extrem dick sind. Da sind in den Shops 6XL T-Shirts ganz normal.

Noch eben ein Song für alle Dumb-Wähler da drüben und dann aber holla the wood fairy Themawechsel.

Hier jetzt der Themawechsel, Ihr erinnert Euch. Gestern waren wir mit unserer 5-jährigen Freundin (die am selben Tag Bday hat wie ich) bei Toyserus, das sie sich was aussucht. Wir waren erst beim zweiten Regal, da hatte sie schon was. Alle atmeten auf, ich aber griff pädagogisch regulierend ein und sagte dem Kind: „Du hast doch noch gar nicht alles hier gesehen. Vielleicht findest Du noch was Besseres!“. Manchmal echt einfach die Fresse halten. Jetzt wollte das Kind natürlich ALLES sehen. Und Toyserus ist groß. Aufgefallen ist mir da: Man kann NIX ausprobieren. Alles verpackt, wie so ne Lagerhalle. Für Kinder irgendwie doof, oder?

Mittendrin musste noch mal Pipi gemacht werden und obwohl da viele ruhige Ecken waren mussten wir alle zum Eingang zurück wo die Toilette ist. Ich würde mein Kind anders erziehen. Ich würde sagen: „Pinkel genau dahin wo Du willst. Ist Dein gutes Recht. Unsere Familie macht das seit 4 Generationen.“. Nach Pipi mussten einige Gänge nochmals durchgeguckt werden, dann gings weiter wo wir mal aufgehört hatten. Ich bin in die Sweets-Ecke, ich such immer nach Süßigkeiten die ich noch nicht kenne. Hab so buntes Pulver was im Mund knistert und eine Apfel-Zuckerstange. Naja.

Eigentlich wollten wir das Kind zu einem kleinen Schlagzeug überreden (für Mutti, hehe), wollte sie aber nicht. Trotzdem ist es ein nerviges Geschenk geworden, ein Kinderkeyboard mit ganz vielen Geräuschen und Mikro zum Mitsingen.

St.Martin wird nix. Wir dachten das wär Freitag. Also hab ich meine Schicht verschoben was dazu führt das jemand anders früher anfangen muss und noch jemand später. Jetzt stellte sich raus: Ist schon morgen (DO), und nochmal alles verschieben und das wegen St.Martin mit einem noch nicht mal verwandten Kind…ich befürchte mir da den Spitznamen: „Grüne Laterne“ einzuhandeln. Also mal lieber nicht.

Ging doch. 2 Themen, ein Eintrag, keine Konflikte. Gut, wär das Kind jetzt aus Mexico würd hier schon der Busch brennen.

 

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