Jaaaaa! Er lebt noch.

Damit meine ich mich, den Holzmichel. Oder nee. Vielmehr ist das Lied an diese Überschrift angelehnt. Im Nachhinein. Um auszusagen, das ich noch lebe. Durch die Überschrift. Also ich lebe nicht durch die Überschrift, die Aussage ist in der Überschrift. Nämlich: Ich lebe noch.

Ich rechtfertige mich hier so seltsam weil ich auch nicht weiß, warum. Hauptsache.

In letzter Zeit ist viel passiert, es sind ein paar Leute gestorben. Zum Glück Leute die ich nicht kannte. Das ist nur halb so traurig. Auf der Arbeit läuft´s nicht gut: Ich muss den ganzen Tag arbeiten. Und dafür hab ich eine Berufsausbildung gemacht?

Zur aktuellen Lage fällt mir momentan nur ein: Spazierengehen auf dem Weihnachtsmarkt wird zum Extremsport. Wer sich das traut, hat Eier. Hier in Bochum haben sie aus den Betonblockaden große Geschenke mit Schleife drum gemacht. Zum Auspacken braucht man einen LKW. Kontraproduktiv.

So. Wollte mich nur mal wieder gemeldet haben um zu belegen: Unkraut vergeht nicht. Irgendwann zwischendurch hab ich ein Gedicht über Sex mit toten Tieren geschrieben, es heißt: „Kadaverlover“. Ich bin nicht sicher ob ich es veröffentlichen sollte. Denn es hat erst 7 Strophen und ich hab noch Ideen en masse.

So, noch Musik, dann Zähneputzen und dann mal sehen. Video ist relativ lustig.

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In NRW wird das Sozialticket abgeschafft.

Die neue schwarz-gelbe Landesregierung von NRW legt mächtig los, was soziale Gerechtigkeit (von der im Wahlkampf ja viel geredet wurde) betrifft: Als erstes wird das Sozial-Ticket abgeschafft. Dieses ermöglicht es normalerweise armen Menschen eine Monatskarte zum halben Preis zu bekommen. Finden CDU und FDP (die neue NRW-Landesregierung) doof. Wer kein Geld hat soll auch nicht Bus fahren. Sonst werden ja die reichen Fahrkarteninhaber neidisch und es kommt zu Tumulten.

Noch weiter gedacht hat das noch viel mehr Vorteile: Die Armen können nicht mehr zu Vorstellungsgesprächen und zum Jobcenter also kann man ihnen ratzi-fatzi die Kohle kürzen weil sie der Mitwirkungspflicht bei der Stellensuche nicht nachgekommen sind. Und wenn sie dann doch mal dringend wo hin müssen und gezwungenermaßen schwarzfahren…dann kann man sie nach einigen Malen sogar dafür einsperren. Und muss diese armen Säue nicht mehr draußen sehen, versaut einem ja den ganzen Tag.

Schwarz-gelb fängt also ganz unten, bei den ärmsten der Armen an zu sparen. Bestimmt wird auch bald die Tafel richtig teuer. Irgendwie muss man das Gesocks doch loswerden.

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Kapitalismus, Demokratie und Charlie Manson: Alle tot.

Nachdem der Kapitalismus schon vor einigen Jahren glaubhaft belegen konnte das er nicht sooo toll funktioniert (Milliarden und Abermilliarden um Banken zu retten) konnte auch die sogenannte Demokratie jetzt endgültig klarstellen: Das klappt irgendwie alles nicht so.

Nachdem wir rechtschaffenen Bürger am heiligen Sonntag zum Wahllokal mussten um uns zwischen verschiedenen hochbezahlten Laberköppen zu entscheiden müssen wir uns jetzt vorwerfen lassen wir hätten so scheisse gewählt daß das so nix wird.

Das wir uns überhaupt entschieden haben macht überhaupt keinen Sinn wenn dann nur nach Prozenten koaliert wird um ne Mehrheit zu kriegen. Hätte mir vor 20 Jahren jemand erzählt die Grünen koalieren mit der CDU, ich hätte den psychiatrischen Dienst angerufen. Wer weiß, vielleicht koaliert die AfD bald mit der Linken? (Oder sagt man mit DIE LINKE? Klingt beides falsch. Also grammatisch.) Hitler und Lenin waren doch eigentlich Jungs vom selben Schlag. Draufgänger. Anführer. Irre. Also bald die linke Alternative für Deutschland? Only time will tell.

Gleichzeitig mit der deutschen Demokratie ist mit 83 Jahren Charles Manson gestorben. Der weltweit einzige Serienkiller der nie einen Menschen getötet hat. Aber er hat wohl Leute manipuliert bis die das dann machen. Was da genau gelaufen ist wird man nie erfahren. Ich glaube, er hätte mit guten Anwälten sogar aus der Sache rauskommen können, nachzuweisen war ihm ja eigentlich nicht viel. Aber der gescheiterte Musiker (Ich hab eine CD mit Songs von ihm. Das ist soo unterirdisch grottenschlecht.) witterte Ruhm und ging vor Gericht und in Interviews so irrsinnig ab das er schuldig gesprochen und doch noch berühmt wurde.

Ich konnte ihn anhand der Interviews und so gut leiden, so von der Art her, er hatte wirklich enormes Charisma (kein Häftling hat jemals soviel Fanpost bekommen) und einen tollen Humor. Habe über Videos und Dokus über ihm oft herzlich gelacht. Was genau er getan hat darüber streiten heute noch alle. Ich halt mich da raus. Weil man´s eh nie rauskriegen wird. Und auch wenn er Menschen auf dem Gewissen hat war er trotzdem ein lustiger Typ. Schließt sich ja gegenseitig nicht aus.

Jetzt noch die Musik. Zum anhören. Necro, ein Rapper, nicht jedermanns Sache aber: Charlie singt auf eine Art auch mit. Ist also doch noch auf einer Kauf-CD gelandet. Und so nimmt doch noch alles ein gutes Ende.

 

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Cuntrollette.

Ich muss das jetzt sofort niederschreiben, sonst platzt mir ne Ader an der Schläfe. Nach einem prima Arbeitstag an dem alles geklappt hat stieg ich gut gelaunt in den Bus. Sofort nachdem ich dem Fahrer mein Ticket gezeigt hatte kamen Kontrolleure. Das verstehe ich nicht. Man darf nicht einsteigen ohne ein gültiges Ticket zu zeigen und wird dann noch kontrolliert.

Die Dame, die mich kontrollierte war wieder ein Spezialmensch. Ich ziehe die an als wären die Fliegen und ich Kacke. Bitte keine Kommentare zu diesem Satz.

Sie sah sich mein Ticket an und ihre Augen funkelten. Sie war sicher, einen Schwarzfahrer erwischt zu haben und ein nur schwer zu glaubender Dialog begann:

S(ie) : „Das ist ein Ticket für Bochum! Sie sind hier aber in Dortmund! Das ist hier überhaupt nicht gültig!“

I(ch) : „Ich fahre da immer mit, laut Eurer Internetseite reicht Preisstufe A.“

S : „Das kann doch gar nicht sein! Das ist doch eine andere Stadt hier!“

(Info: Das ist hier der Ruhrpott und alle Städte gehen ineinander über. Die Ortsnamen gibt´s eigentlich nur zur Orientierung und damit die 10000 Fußballvereine unterschiedlich heißen.)

I : „Wie gesagt, Eure Seite hat mir angezeigt das wär Preisstufe A. Ich zeig die Fahrkarte jeden Tag 5 Busfahrern (hin fahr ich anders als zurück) und wurde schon öfters kontrolliert. Hat nie einer was zu meckern gehabt.“

S : „Da haben die wohl alle nicht richtig geguckt.“

I : „Klar, Kontrolleure die nicht richtig gucken. Hört man ja ständig von.“

S : „Wo fahren Sie denn los und wo kommen Sie an?“

I : „Bochum XY – Dortmund XY“ (Ich bin nicht paranoid aber schreibfaul)

S : „AHA! Das sind angrenzende Waben! Dann ist es doch Preisstufe A.“ (Die Preiszonen sind hier wabenförmig)

I : „Also ist alles klar?“

S : „Nein. Das hätte man auf der Fahrkarte vermerken müssen. Wo haben Sie die denn gekauft?“

I : „In der Lottobude.“

S : „Ja dann kriegen die jetzt Ärger, die hätten das vermerken müssen. Die werden für sowas geschult.“

I : „Woher sollen die das wissen, ich hab im Net die Information Preisstufe A bekommen, also hab ich gesagt: „Bitte Preisstufe A.“ Ich erzähl denen doch nicht wo ich mit dem Ticket hin will. Das kommt komisch rüber.“

S : „Auf jeden Fall geht das so nicht. Innerhalb der nächsten 14 Tage müssen Sie zum Kundenzentrum und das da klären.“

Sie füllte einen Zettel aus und tippte alles in ihr Gerät ein.

I : „Kann man auf dem Zettel und so auch sehen, daß das von Ihnen ist?“

S : „Ja, natürlich. Warum?“

I : „Weil ich mich im Kundenzentrum sowas von über Sie beschweren werde.“

Mittlerweile beobachteten uns schon ca. 7 Leute, alle kopfschüttelnd. Und die Kontrolette gab alles:

S : „Da haben Sie schlechte Karten, ich hatte noch nie Unrecht.“

I : „Der Schlachtruf aller Klugscheisser.“

S : „Jetzt werden Sie unverschämt.“

I : „Ja, könnte man so nennen. Ich brauch so ne Scheisse nach einem langen Tag nicht.“

S : „Das hätten Sie sich vorher überlegen müssen.“

I : „Vor was? Und was genau? Ich mach nix falsch. Preisstufe A und fertig.“

S : „Na das werden wir noch sehen.“

I : „Ja, werden wir. Warm anziehen.“

In der Zwischenzeit waren natürlich alle Schwarzfahrer ausgestiegen, wenigstens denen hat das was gebracht. Kontrolette machte weiter und ein Typ gegenüber fragte mich:

T(yp) : „Was hat die denn bloß für ein Problem?“

I (sehr laut) : „Die ist unzufrieden. Hätte sie in der Schule besser aufgepasst hätte sie heute richtige Arbeit.“

S (von hinten) : „Das hab ich gehört!“

I : „Gut!“

Wenn ich da demnächst im Kundenzentrum auflaufe gibt´s wahrscheinlich einen 2. Teil. Es bleibt spannend.

 

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Heintje, Samba, positiv!

Hey backstabbers and lowlifes. Ich mach einfach mal einen Eintrag, da ist mir nach. So wie Heintje (wie ich in einer Dauerwerbesendung erfuhr) sang: „Ein Pferdchen wär mein Paradies“ ist für mich ein Paradies für Euch…jetzt überlege ich gerade. Könnt Ihr von zuhause nicht sehen außer wir skypen gerade. Ich hab Skype aber gar nicht an. Etwas zuviele Zufälle… (unheimliche Musik).

Ein Pferdchen wär Heintjes Paradies. Und wer bezahlt den Stall und die Miete? Oder willst Du in dem Pferd wohnen? Werd endlich erwachsen, Heintje! (Jetzt sollte sich der geschätzte Leser eine Harfe vorstellen, wie im TV bei Rückblenden. Diesmal ist es aber komplexer)

Denn: Heintje ist jetzt ein Mann der scheinbar pleite ist. Und darum hat er mit Atom-Tontechnikern ein Album mit sich selbst als Kind gemacht. Ich bin nicht so fit in Genetik, kann man da von atavistischem Disaster sprechen? Oder wär das auch was für mich? So hier im Blog mal gleichzeitig Mann und Kind sein? Ich versuch´s mal:

„Fick Dich, erwachsener Peavy und lass mich die 80er geniessen.“

Hätte man sich denken können. Was gibbet sonst Neues? Mein neuer Job ist prima, und ich konnte meine Arbeitszeit verschieben damit ich keine Blagen im Bus habe. Die machen mich fertig. Ich bin so froh das hier keine Kinder wohnen. Hunde, Katzen, Schlangen, Mäuse, Frösche, Fische, Schaben, alles ok. Aber halbfertige Menschen – no fuckin way.

In meiner neuen Arbeitsheimat arbeite ich mit Samba. Echt. Samba ist Afrikaner und echt lustig drauf. Der zeigt mit die erste Zeit alles. Das ist irgendwie gut gelaufen, ich sollte vorher in einer Firma probearbeiten aber fand die schon beim Vorstellen scheisse. Wenn man in dem Bereich arbeitet bedeuten ständig geöffnete Tore: Man friert den gesamten Winter. Zum Glück hatte ich Scheisserei und konnte nicht. Danke, Darm!

In der jetzigen Firma ist alles hell, geheizt, die Leute sind durchweg freundlich und abwechslungsreich ist die Arbeit auch. Und der Lohn ist oberer ok-Durchschnitt. Da ham wa mal wieder Glück gehabt. Also ein positives Lied:

 

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Der Osten.

Das hier habe ich gerade entdeckt:

 

…und da fiel mir ein ganz alter Song ein:

Nur Spass, Ossis. Aber reisst Euch mal zusammen. Sonst wehe.

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Jobzusage. Gähn. Kenn ich.

Hallo! Ich bin´s. Ich hatte eine Menge Stress, mein Kasten Bier fühlt sich schon vernachlässigt. Holen wir nach, Darling. Und auch hier habe ich mich rar gemacht ohne mich irgendwie rar zu fühlen. Not real fake feelings through absence. Kann man nur in englisch so schön sagen.

Was war passiert? Ich wurde ja arbeitslos neulich, hatte mit einer Klofrau, einem Payback-Bon, einer Heugabel, 2 Feuerwehrmännern von denen einer gar keiner war und jeder Menge Salz zu tun. Aber keine Details, CSI Miami ermittelt noch.

Da ich ja arbeitsgeil wie sonstwas (hust) bin kontaktete ich so ziemlich alle Arbeitsvermittler und auch das Arbeitsamt gab fröhlich meine Nummer weiter. Ergebnis: Alle 10 Minuten Telefon, den ganzen Tag. Und was für skurrile Sachen da dabei waren: „Die zahlen nur Mindestlohn, aber bei denen geht es um den Menschen.“, oder: “ Das wäre im Münsterland aber hey, 11 Euro!“. Da halbwegs seriöse Angebote rausfiltern war eine Menge Arbeit. Ich bin auch überzeugt das mein Telefonohr jetzt anders aussieht als vorher.

Mittwoch habe ich eine Firma angetestet und sie mich. Passt. Und zack! ist man wieder Arbeitnehmer. Um den Vertrag zu unterschreiben (gestern) musste ich nach der Arbeit noch weg, mit dem Zeitarbeitsmann. Der mich nach Lust und Laune Duzt oder Siezt. Ich mach´s genauso, da kein System zu erkennen ist. Das Auto von dem riecht innen nach Zahnarzt, vielleicht um Mitfahrer einzuschüchtern.

Im Zeitarbeitsbüro kamen 2 Spanier mit der Sprache nicht klar und sorgten für Lacher: „Wir beide sind verheiratet, verschieden lang.“. Hat alles noch mehr verzögert. Um 19 Uhr (Feierabend 15 Uhr) kam ich auch schon am Dortmunder Hbf an. Ich wollte wissen was ich zu meiner Monatskarte zuzahlen musste und ging zur Info. Und stellte fest: Da muss man Nummern ziehen, wie im Amt. Hatte ich keine Zeit für und so zog ich ein: ZUSATZ TICKET FAHRRAD + 1. KLASSE. 3,40 Ocken, wusste nicht ob das legal ist aber wurde natürlich nicht kontrolliert. Arschlöcher. Woher wissen die das immer?

Als der Mond hoch am Himmel stand kehrte ich heim. Um die frohe Kunde auszurufen das ich ab jetzt wieder jeden Tag min. 11 Std. unterwegs bin. Ich freu mir so.

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