Mit Butter gegen Repression – Zivilcourage in Bochum

Wir Bochumer sind hart drauf. Wir mussten schon immer mit doofen Sachen klarkommen, z.B. unser VfL Bochum, das bescheuerte Starlight Express Musical das hier seit Jahrzehnten einfach nicht wieder weggeht und Herbert Grönemeyer. Die Musik ist ja schon pain in the ass genug, aber noch schlimmer: Wenn man im Internet jemandem aus dem Libanon oder aus Neuseeland schreibt, man kommt aus Bochum fragt jeder: „Do you know Grönemeyer?“. Klar, außer mir und dem wohnt hier ja keiner.

Naja, durch diese und noch ganz andere Schwierigkeiten sind wir Bochumer abgehärtet. Wir lassen uns nicht verarschen. Oder nerven. Das machte ein Bochumer letzte Nacht eindrucksvoll klar. Sein Name ist nicht bekannt also nennen wir ihn einfach Lucky Rogers. Lucky war mit seiner Freundin, Susanne Fantasiename (Fantasiename) so unterwegs, um die Häuser ziehen.

Die beiden hatten sich einen gezwitschert, ordentlich getankt, sich einen über die Laterne gegossen, gebechert, gezecht, gesoffen, dem Alkohol zugesprochen und ein, zwei Bierchen waren auch dabei. Also waren sie voll, pralle, dicht, breit, hatten alle Lampen an, standen unter Strom, waren beschwipst und hatten einen sitzen.

Lucky und Susanne hatten einen gemütlichen Abend geplant, nach dem Vorglühen wollten sie etwas Spaß mit Butter haben. Hatten sie sich gerade besorgt und beide freuten sich auf echt fettige Erotik. Leider wurde ihnen das gründlich verdorben. Denn wer kam um die Ecke? Rettungssanitäter.

Die kann niemand leiden, diese Wichtigtuer. „Lasst mich durch, ich bin Sanitäter!“. Klar, damit ich auf dem Handy Video wieder keine Unfallopfer sondern abermals Deine blöde Neonjacke drauf hab die die gesamte Belichtung versaut. Und arrogant sind die! Wenn man die nett bittet: „Macht mal 20 mg Morphin.“, dann heißt es gleich: „Neenee, das wissen wir besser.“. Dabei weiß jeder: Morphin ist die Königin der temporären Lösungen.

Als diese blöden Arschloch-Sanitäter um die Ecke kamen wollte Lucky Susanne gerade etwas sehr wichtiges sagen. Ab einem Level von 2.0 wird Konversation echt schwierig. Und laut Polizei hatte Lucky sogar 2,8. Das Problem beim kommunizieren ist: Man muss sehr schnell sein. Oft hat man nach 3 Worten den Rest des Satzes vergessen, muss kotzen, fällt hin usw. Alkohol eben. Alkohol in 3 Worten: Macht trotzdem Spaß.

Lucky riß sich zusammen und hatte schon einen halben Satz geplant, da machten die Sanis aus purer Boshaftigkeit das Martinshorn an. Lucky erschrak und kam total durcheinander. Durch die Scheiben des Rettungswagens sah er die hämisch grinsenden Sanitäter, einer trank sogar Kaffee. Jetzt reichte es Lucky endgültig. Jetzt war die Stunde, ein Mann zu werden.

Im Adrenalinrausch entriß er Susanne die Butter, sprang todesmutig auf die Straße und warf die Butter in Richtung Notarztwagen. Der arrogante bestimmt WoW-spielende Sanitäter stieg aus und provozierte Lucky weiter. Lucky war wie eine in die Enge getriebene Ratte, er hatte jetzt nur noch eine Möglichkeit: Total asi rumprollen. Und das gelang ihm, bis die Polizei ihn mitnahm. Und selbst da machte er noch klar: Das Martinshorn nervt aber auch echt.

Der Typ, wo der Rettungswagen eigentlich hinwollte konnte trotz Verspätung reanimiert werden. Also chillt Euch mal, Leute.

Und hier das Ganze nochmal aus Sicht der Lügenpresse. Die wollen uns doch verarschen!

http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/bochum/In-Bochum-Betrunkener-stoppt-mit-Butterwurf-Notarzt-Einsatz;art932,3166671

Über derpeavy

Ich bin ein toller Hecht. Aber wirklich.
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5 Antworten zu Mit Butter gegen Repression – Zivilcourage in Bochum

  1. Corona schreibt:

    Ich wohne ja direkt an einer Kreuzung, ich kann ein Lied von singen. Die Martinshörner sind echt laut und nervig. Ab jetzt steh ich mit Butter aufn Balkon und schmeiße die ihnen entgegen. 😂

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  2. emmitsomo schreibt:

    Bitte, mehr solcher Geschichten. „Gaffer, ganz wichtiges deutsches Wort.“ :-DD

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  3. genogramma schreibt:

    „Weil der Bewusstlose gerettet wurde, erwartet den Randalierer nur eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. “

    das da oben ist der letzte satz zur geschichte und versucht kausalität herzustellen, die sich mir aber entzieht.
    peavymaus, was hast du gegen sanitäter?
    das sind auch nur täter… 😉
    doch mit buttergeschoßen in den straßenverkehr einzugreifen, einen bewusstlosen dadurch retten und deswegen eine anzeige zu bekommen… geht ja gar nicht.
    wer ironie sucht findet sie auch. 😛

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  4. blogbellona schreibt:

    😀 😀 😀 schön, ich mag bochum!

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