Hi! Erstmal sorry für meine Abwesenheit die letzten Zeiteinheiten. Gesundheitlich geht´s allen gut hier, aber everyday life…immer ist irgendwas. Aber darauf will ich nicht eingehen, jeder von Euch kennt das alles. Jetzt geht´s wieder rund hier, hey! Und zwar mit einer Geschichte über einen neuen Job:
Ich hatte mich bei einer Zeitarbeitsfirma beworben, die hatten Jobs in meinem Bereich. Ich wurde eingeladen (12 Euro Fahrtkosten) und mir wurde vage gesagt worum es geht. Ich sollte bei der Firma, um die es ging noch ein paar Fragen online beantworten. Also ging es auf die Seite der Firma. Da kam ich jedoch nicht rein, ich hatte mich schonmal direkt bei der Firma beworben und einen Account erstellt. Natürlich wusste ich das Passwort nicht.
Eine Mitarbeiterin riet mir, das Passwort zurückzusetzen und ich sagte nur, ich hab da kein gutes Gefühl bei. Und ich lag richtig, der Zurücksetzungslink wurde an mein E-Mail Fach versandt. Wovon ich natürlich auch nicht das Passwort wusste. So musste ich nach Hause hetzen um das noch vor 17 Uhr zuhause zu machen. Und es gelang mir.
Ein paar Tage später bekam ich eine Einladung zu Day 0 (12 Euro Fahrtkosten). Das ist nicht etwa ein Selbstmörderclub, sondern der virtuelle Einarbeitungstag. Day 0 sollte so 2,5 Stunden dauern, und ich bekam einen Arbeitsvertrag. Nur für diese 2,5 Stunden. Jetzt muss ich für diesen Tag eine ausgefüllte Arbeitsbescheinigung zum Arbeitsamt senden, sonst krieg ich ab dann keine Kohle mehr. Eigentlich hieß es, nach Day 0 kommt sofort Day 1, aber läuft wohl anders. Hätte ich für diesen einen Tag keinen Arbeitsvertrag, hätte ich 36 Euro vom Arbeitsamt bekommen. So sind´s 25 + Stress. Ganz toll durchdacht.
Und so war ich morgens um 9 da, um meinen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Vorher musste ich nochmals einen Test ausfüllen. Und bekam wieder alles genau erklärt. Lustig war das Thema Vertragsstrafe. Der Herr erklärte mir, in welchem Fall ich wohl Vertragsstrafe zahlen müsste: „Sie nehmen auf der Arbeit Alkohol und Drogen und fahren dann mit einem LKW durchs geschlossene Werkstor.“. Ich fragte neugierig: „Ist das schon passiert?“, aber da wollte er nicht so antworten.
Nach dem Unterschreiben hatte ich ne Stunde Pause. Die Hälfte davon nutze ich um frierend durch Dortmund zu flanieren, die andere Hälfte um eine Menge Kaffee im Büro zu trinken. Irgendwann war endlich 11 Uhr, und die Live-Videokonferenz begann.
Ich hatte noch nie so eine Konferenz und war, wie Jugendliche sagen, ziemlich lost. Ich machte Kamera und Mikro an um dann ermahnt zu werden beides wieder auszuschalten. Oben sah man so Fenster aber da war niemand zu sehen, nur ein südländischer Typ guckte unendlich traurig in seine Webcam. Ich glaub der hiess Yeldi.
Die Live-Videokonferenz bestand eigentlich nur aus 5 Videos, zu denen live gesprochen wurde. Könnte man anders und einfacher machen. Zudem wurde sich nach Videos immer für die: „tolle Übersetzung“ bedankt. Bei dieser Übersetzung kamen Sachen wie: „…bevor Du den Raum betretest“ heraus. Besonders gut der Hinweis, keine weiten Sachen zu tragen: „Tragen Sie keine Klamotten, die rumhängen!“.
Auch um die richtige Haltung ging es: „Achten Sie darauf, das Nase und Bauchnabel immer eine Linie sind.“. Sind die garantiert immer. 2 Punkte sind immer eine Linie, egal wie man sich verrenkt.
Und als ich dachte, jetzt müsste langsam Ende sein, kam der Showdown. Es ging um die Frage: Was tun, wenn jemand mit Waffe angreift? An diesem Punkt dachte ich: Jetzt wollt Ihr mich verarschen. Aber es war ernst gemeint, amerikanische Firma. Wenn man nicht flüchten kann, muss man sich verstecken. Handy auf stumm, alle Elektrogeräte aus und Licht natürlich auch. Wenn dann die Polizei kommt, nicht schnell auf die zulaufen sondern ruhig mit erhobenen Händen hingehen. Sonst wird man aus Versehen erschossen.
Danach kam noch ein Wissenstest den ich natürlich mit 15 von 15 bestanden hab.
Seitdem warte ich, wann´s wohl losgeht. Kann gut sein das mein 50. Geburtstag mein erster Arbeitstag wird. Funny.






