Berlin. Tag 4.

Wir hatten nur einen festen Termin, Kuchen essen bei der Politik, also fuhren wir vorher einfach mal mit der U-Bahn zum Brandenburger Tor. Unterwegs eine echt gut gemachte Fassade:

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Am Tor angekommen waren wir einer Meinung: Sieht aus wie im Fernsehen. Viel interessanter fand ich dieses Fahrrad, was da so rumstand:

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Bestimmt lustig mit Kumpels und betrunken. Wie das mit all den Ketten und Ritzeln wohl funktioniert, darüber denkt man besser gar nicht erst nach.

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Ein russisches Denkmal, recht groß. Zum Vergleich: Der gutaussehende Herr in schwarz bin ich. Und ich bin ja schon groß, das sind etliche Zentimeter. Warum dieses Denkmal da steht – keine Ahnung, die Schrift ist russisch. Ein Russian-only Denkmal. Sogar mit Panzern…

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…und Flak-Geschützen verziert. Diese verrückten Vodkatrinker.

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So viel Berlin hatten wir schon gesehen, aber eins fehlte noch: Wir mussten natürlich eine Original Berliner Currywurst probieren. Die kostet da soviel wie eine Wurst mit vierfacher Pommes hier. Was wir bekamen grenzte an groben Unfug. Eine ANGEBRATENE BOCKWURST (genau wie bei dem unkonsumierbaren CURRY KING von Meica. Da haben die also die Idee her.) mit TOMATENSAUCE die geschmacklich ein kleines bisschen besser als Wasser war und absolut geschmacksneutralem „Curry“-Pulver (ca. 15 g pro Portion). Und als ob dieses „Gericht“ nicht schon laut genug schreien würde: „Wirf mich weg!“ bekamen wir als Beilage ein MILCHBRÖTCHEN. What the.

Ok, die Currywurst mag in Berlin erfunden worden sein. Im Ruhrpott wurde sie zum leckersten FastFood überhaupt perfektioniert. In Berlin wird immer noch die allererste Version verkauft, die irgend so ne Omma im Suff zubereitet hatte vor langer Zeit. Und diese Perversion einer Currywurst bekommt sogar ein eigenes Museum. Nicht zu fassen. Liebe Berliner: Wenn ihr Currywurst so toll findet dann lernt doch einfach mal sie zuzubereiten. Naja, die Spatzen haben sich über das Milchbrötchen gefreut.

Beim Aufregen über die Wurst lernten wir eine echte Berlinerin kennen: Eine 80-jährige Flaschensammlerin. Gut drauf und viel zu erzählen. Und dann war´s auch schon soweit: Die gläserne Kuppel sowie Kuchen warteten. Wenn der Berliner Kuchen so wie die Currywurst ist gibt´s bestimmt Stockbrot dachten wir.

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So sieht´s aus wenn man in der Kuppel rumläuft. Wenn man endlich drin ist, man wird genau kontrolliert und Horden von Touristen die kein deutsch können halten alles auf. Man kann ganz hochgehen und dann auf der anderen Seite wieder runter. Oder umgekehrt. Ganz oben:

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Erinnert an das Raumschiff Orion. Und so sieht´s aus wenn man von ganz oben so innen runter knipst:

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Danach ging´s ins Cafe Käfer, wo schon Kuchen lauerte. Und dieser Kuchen war einer der besten Kuchen überhaupt:

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Kirsche/Zitrone/Lavendel. Man kann Lavendel essen. Das ändert alles.

Den Rest des Tages wollten wir in Kreuzberg verbringen. Nach einer weiteren Reise mit verschiedenen Öffentlichen (wir haben viel zu viel Geld für einzelne Fahrscheine ausgegeben. Nächstesmal ne Wochenkarte.) und ordentlich durchfragen landeten wir am Kottbusser Tor. Da ist es ganz hart und gefährlich, kenne ich ausm Fernsehn. Drogen, Gangs, Drogengangs. Es ist eine dermaßen harte Gegend, ich rechnete sogar damit SIDO zu treffen. Aber ich hoffte auch auf Läden wo man komische Kleidung und Musik und all sowas kaufen kann.

Aber nee. Kreuzberg scheint nur aus Straßen zu bestehen die alle gleich aussehen: Es reiht sich Restaurant an Kneipe an Dönerbude an Eisdiele. Überall ist es brechend voll und auf dem Bürgersteig fast kein Platz weil alle draußen sitzen. Und Gangster liefen auch nicht rum, wahrscheinlich aufgrund der Polizeipräsenz. An jeder 2. Ecke standen welche. Daher gibt´s aus Kreuzberg nur 1 Pic:

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Der Rest Kreuzberg sind Leute die zusammen essen und trinken. Ist schon ne gemütliche Atmosphäre da aber wir sind Touristen. Wir wollen was kaufen!

Zurück fuhren wir über Alexanderplatz, von da aus waren wir ja vor 48 Std. erst zurück zum Bahnhof gefahren. Am Alex angekommen passierte etwas neurologisches: Wir konnten uns beide nicht erinnern wie wir vorgestern gefahren waren. Das war wie ein Filmriss nach dem Saufen, keine Erinnerung abrufbar. Zuviele Eindrücke und zu viele öffentliche Verkehrsmittel. Information overload. Nachdem wir uns durchgefragt hatten und fast schon im Hostel waren kam die Erinnerung langsam wieder. Strange. Also ich find Filmriss MIT Alkohol besser.

 

 

 

 

 

 

Über derpeavy

Ich bin ein toller Hecht. Aber wirklich.
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2 Antworten zu Berlin. Tag 4.

  1. kchris08 schreibt:

    Punk ist nicht tot. Punk macht Städtereisen.

    Liken

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