Pegida, Rocker, Standing. Und so.

Guten Tach. Vor ca. einer Zehntelsekunde (ich wollte ganz anders anfangen) wurde mir klar: Ich hab mein jährliches Gartenvideo dieses Jahr vergessen. Es nachzuholen ergibt nicht viel Sinn, wer guckt ein Video wo ich erkläre was hier mal war?

Tja, so läufts. Zug ist abgefahren, Drops ist gelutscht, weg ist weg, Fässer mit lebenden Gänsen füllen ist daneben, Brechreiz kann durch Übelkeit…ja, ich hör auf.

Urlaubsbedingt komme ich in den Genuss, viel mehr vom TV-Programm mitzukriegen. Da freut man sich schon wieder ein bisschen auf die Arbeit. Oft werden Gruppen von Menschen gezeigt, die da so rumstehen. Bei der Hells Angels Beerdigung sogar live. Rocker standen herum, die Polizei stand herum. In Dresden dagegen wurden Menschen gefilmt die die deutsche Einheit nicht gut fanden. Oder doch, aber nur ohne Ausländer. Die waren etwas aktiver als die Rocker, manche hatten sich bunte Trillerpfeifen gekauft. Insgesamt standen die aber auch nur herum. Einer hatte einen Cowboyhut auf, wo er mit Edding: PEGIDA draufgeschrieben hat. Wer da kein Mitleid bekommt, hat kein Herz.

Ich fühle mich durch all die herumstehenden Leute etwas übergangen. Schon vor einigen Jahren versuchte ich, die neue von mir erdachte Trendsportart: „Standing“ zu etablieren. Nach Jogging und Walking war das ja eigentlich logisch. Gerade für Pendler ideal, man steht nicht auf dem Bahnsteig rum sondern macht angesagten Sport. Und man kann´s wirklich überall machen. Ich kann mich an 4 intensive Stunden Standing in einem Schrebergarten in Essen-Katernberg erinnern, aber auch einfach mal in der Küche rumstehen lässt das Adrenalin und die Endorphine fliessen. Da wird auch erst klar, wie der Song: „Stand by your man“ gemeint ist. Eine heiße Frau die neben einem rumsteht, hrrrr.

Die Rethorikpolizei hat gerade gemailt das es mir sehr hoch anzurechnen ist, den vorherigen Absatz ohne: „Ständer“-Scherze zu absolvieren. Da krieg ich doch gleich ne Riesenlatte.

Und wieder was zum Thema Realsatire. Manchmal isses wirklich grenzwertig, aber ich mach das nicht, mir fällt´s nur auf. Ein Flüchtling aus Syrien erzählt von seiner Flucht auf einem überfüllten Boot, wie Leute teilweise tagelang im Wasser waren und wie er Leuten beim Ertrinken zugucken musste. Dann dreht er sich um und auf seinem T-Shirt steht: OCEAN. Da fällt einem nix mehr ein.

So, ich muss raus, den Hund entleeren. Natürlich kriegt Ihr noch Mucke. Heute was sehr nervendes:

Über derpeavy

Ich bin ein toller Hecht. Aber wirklich.
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