1400 Worte sagen mehr als 1000 Worte.

Der Titel soll nicht bedeuten das dieser Eintrag 1400 Worte lang wird. Vielmehr ist er eine mathemathische Tatsache die wie eine Selbstverständlichkeit klingt, bei genauerer Betrachtung aber wirklich eine ist.

Ich hab heute nacht eine Super-Party erlebt, da waren echt alle die ich kenne. Oder kannte, auch Verstorbene liefen da rum. Nicht als Zombies, einfach wieder da. Und so wurden sie auch begrüsst: „Da biste ja wieder!“. Der aufmerksame Leser merkt jetzt: Das war ein Traum. Der unaufmerksame Leser kriegt wieder gar nix mit. Wenn Du nicht besser aufpasst gibt´s echt Ärger. Schnauze voll langsam.

Die Traum-Party fand nicht ohne Grund statt: Helge Schneider hatte die Olympiade verloren. Als einziger, alle anderen Teilnehmer haben gewonnen nur Helge hats versemmelt, beim 100 Meter Lauf hingefallen. Und das feierten wir, alle waren euphorisch, so: „Das macht unseren Helge unsterblich!“. Im Traum ist sowas immer total logisch. Ich bin aber sicher, auch in der Realität hätte Helge gute Chancen bei der Olympiade zu verlieren.

Ich bin mal als Kind bei den Bundesjugendspielen die 100 Meter in über 30 Sekunden gelaufen bzw. gegangen. Einmal sogar kurz rückwärts. Ich fands witzig, alle anderen eigentlich auch nur dem Sportlehrer konnte man die Gewaltphantasien in seinem Kopf, mich betreffend, deutlich ansehen. 2 Wochen hat der nicht mit mir geredet. Eine schöne Erinnerung an meine Schulzeit ist das. Ich war als Kind schon scheisse.

Eine ähnlich schöne Erinnerung ist das Theaterstück, was unsere Klasse beim Schulfest aufgeführt hat, in der Turnhalle. Ich muss heute noch lachen wenn ich dran denke. Das spielte in einer Straßenbahn, die wir aus Stühlen und Tischen nachgebaut hatten und wir standen da alle drin. Es handelte davon wie ein ganz normales Gespräch zu einer politischen Diskussion wird und dann ganz eskaliert. Ich weiß es nicht genau aber ich würd wetten es war von Kishon. Unsere Lehrerin war Kishon-Fetischistin.

Es ging los, und die ersten fingen an zu reden. Sehr leise, keiner hat auch nur ein Wort verstanden. Dementsprechende Rufe kamen aus dem Publikum und einer schrie zurück: „Wenn Ihr das Maul halten würdet, würdet Ihr auch was verstehen!“. Ab diesem Punkt waren alle raus, und wir nuschelten jetzt nicht nur leise sondern auch ohne Information drin. Nur noch Geräusche. Am Ende des Stücks sollte ein Fahrgast aus der Bahn geschubst werde und der Fahrgast-Schauspieler baute das spontan ein, so das der wirklich hervorragende Stunt (bei dem er von der Bühne fiel und sich den Ellenbogen prellte) überhaupt keinen Sinn ergab.

Das Genuschel entwickelte sich zu einem kollektiven Lachflash, wir standen da und lachten, der mit dem geprellten Ellenbogen wurde erstversorgt. Nach und nach steckte unser Lachen das Publikum an, und alle lachten einfach, ohne Grund. Mir wurde klar: Scheiss was auf das Stück, DAS HIER ist jetzt Kunst, und zwar echte. Unsere Lehrerin sah das nicht so, sie war in diesem Moment suizidgefährdet, offensichtlich. Aber andere Lehrer kamen trösten und einer brach dann unsere Aufführung ab. Banausen. Naja, wenn man nur auf Lehramt studiert denkt man eben, Kishon wär große Kunst.

So, wieviel Worte hab ich? 501. Dicht dran.

Über derpeavy

Ich bin ein toller Hecht. Aber wirklich.
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6 Antworten zu 1400 Worte sagen mehr als 1000 Worte.

  1. feldlilie schreibt:

    Du könntest – nur der Information halber – noch 499 Worte/ Wörter aus einem beliebigen Wikipedia-Artikel kopieren. Kann man machen, sich einen beliebiegen Artikel anzeigen lassen. Früher hab ich das öfter gemacht und war immer begeistert, was für sinnlose Artikel es gibt. Eben habe ich nach langer Zeit mal wieder einen Zufalls-Artikel aufgerufen (Dein Eintrag hat mich dazu inspiriert) und ich landete bei „Walter Sprick“. Nie gehört, den Namen, aaaaaber… der Mensch ist 1909 geboren und 1989 gestorben und wird als „Physiker und Computerpionier“ bezeichnet. Wie geil ist das denn? Nicht unmaßgeblich an der Entwicklung von etwas beteiligt gewesen zu sein, ohne das die Welt heute nicht mehr existieren könnte?
    Ach ja, zu Deinem Eintrag: Der Gedanke, wie ihr da rumnuschelnd auf der Bühne standet, hätte vermutlich nicht nur mir gefallen, sondern auch Kishon.
    Saubande.
    Großartig.

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  2. emmitsomo schreibt:

    Bei mir ist letztens Ben Becker im Traum aufgetaucht. (von wegen Promis im Traum) Den mag ich, aber warum der jetzt so völlig losgelöst von irgendwelchen Ereignissen, geschweige denn Filmen die ich vorher gesehen hätte, da jetzt so auftaucht, ist schon seltsam. Der stand draußen vor den Fenstern, wo ich gerade im Bad war und nur ein riesiges Badetuch am Körper hatte. Und Pferde rannten durch das Haus, die grasten sonst auf der Weide auf dem das Haus stand. Haha. Wie gesagt, muss ja nicht wirklich Sinn ergeben im Traum.
    Und gespielt hab ich in der Schule auch mal: Wanzen im Ranzen hieß das Stück. *g* Gut, dass es davon erstmal kein Video gibt. Das wär was… lol.

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  3. Lilith schreibt:

    Wenn ich nicht in Deinem Traum war, gibts auf die Schnauze. Versprochen. Du.

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