Chilies selbst anbauen für Doofe. Teil 1.

Liebe Leser,

ich möchte Euch nicht als doof bezeichnen. Ich meine damit nur, daß selbst Nazis oder Marius-Müller-Westernhagen das auch auf die Reihe kriegen würden. Und ich möchte einleitend klarstellen: Ich erklär einfach nur, wie ICH das mache. Wenn jemand meint, es besser zu wissen: Ich mach das seit weit über 10 Jahren, meistens mit gutem Ergebnis. Los geht´s:

Das Wichtigste beim Chili-Anbau sind Chilisamen. Ohne kommt man nicht weit.

Obwohl ich mich eigentlich auf so 5 Sorten einschiessen wollte, ist bei den vielen hunderten Sorten die Neugier zu groß und ich bestell immer wieder neue. Für Samen gibt es sehr viele Seiten, einfach: „Chili Samen“ googlen. Hier sind auch selbst gewonnene Samen und eine „Wundertüte“ einer befreundeten Chili-Bäuerin mit dabei. Wie das mit dem Vermehren funktioniert kommt später. Ach ja, ich mach nur Chilies mittlerer Schärfe. Diese Hardcore-Sorten machen nur Anfänger. Kann man nicht wirklich was mit anfangen, eine Messerspitze und das Essen ist ungenießbar. Bei mittleren und fruchtigen Sorten sind immer Aromen mit dabei, von Ananas bis Vanille ist da alles möglich. Und genau darauf bin ich scharf (sic).

Ok, jetzt haben wir Samen. Wohin damit? Natürlich in die Erde. Aber auch das ist ein schwieriges Thema. Auf vielen Seiten schwören die Leute auf Anzuchterde. Das ist sehr teure Erde mit sehr wenig Nährstoffen, so daß die Pflanzen angeblich kräftig wurzeln. Für mich ist das ein Beutel Dreck für 6 Euro. Ich benutze die billigste Blumenerde, 1:1 mit Kokosfaser (gibt´s im Gartencenter, oft als Substrat für Terrarien) gemischt. Nährstoffarm und fluffig. Da wurzeln die Kleinen noch besser. Anfangs wird auch sonst kein Dünger eingesetzt.

Rein mit den Samen ins Substrat. Ich mach das so in Reihen. Und auch wenn manche das behaupten: Chilies sind KEINE Lichtkeimer. Genau wie bei der verwandten Paprika sollten die Samen schon so 2 cm tief in die Erde. Dann SEHR vorsichtig angießen. Warum das wichtig ist, kommt gleich. Manche empfehlen Heizmatten, meiner Meinung nach ist Zimmertemperatur ausreichend. Ist jetzt auf dem Bild nicht zu sehen, es kommt so ein Plastikdeckel (durchsichtig) drauf. Ich hoffe, Ihr habt genug Fantasie um Euch das vorzustellen. Und (rechts) ist es nach ein paar Tagen soweit: Willkommen auf der Welt!

Dann vergehen ein paar Wochen, in denen die Kleinen sehr langsam wachsen. Daher kommen die Samen auch schon am 15. Januar in die Erde. Was man hier nicht an Sonne hat, holt man mit Zeit raus. Viele Früchte ernte ich erst Mitte November.

Wenn die Kleinen soweit sind, bekommen sie sehr niedrig dosierten Dünger.

Jetzt sieht man, warum man vorsichtig angießen sollte. Alle Samen sind verschwemmt und ich weiß nicht, was was ist. Naja, sieht man dann später. Und wenn sie soweit sind wird´s Zeit, in eigene Töpfe umzuziehen. Aber damit geht´s im Teil 2 weiter.

So. So geht´s los. Wie´s weitergeht seht Ihr später in der Kausalkette.

Über derpeavy

Ich bin ein toller Hecht. Aber wirklich.
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