Rassismus, Bullen, Fischbrötchen

Tach. Wollte mal wieder: „Tach“ sagen hier. Zack, erledigt. Schönen Tach noch.

Nur Spaß. Was läuft so in der Welt? Viele Menschen protestieren gegen Polizeigewalt und Rassismus. Als gäbe es das erst seit kurzem. Ich habe höchstpersönlich schon einige Male Polizisten erlebt, die ihr wahres Gesicht zeigen wenn sie wissen das niemand guckt. Mir haben Polizisten in den Rücken getreten, meine Ober- und Unterlippe sowie Zunge beschädigt (Kumpel meinte das sah aus als würde mir die ganze Zeit Kirschsaft aus dem Mund laufen). Ich war schon stocknüchtern in der Ausnüchterungszelle, die ganze Nacht. Und das alles ist im Vergleich zu anderen Leuten und ihren Erfahrungen mit Cops noch relativ harmlos.

Natürlich gibt es nette Polizisten. Die den Job machen, weil sie anderen helfen wollen. Aber viele haben früher auf dem Schulhof so oft aufs Maul bekommen daß sie sich jetzt rächen wollen. Und darum Cop werden. Diese Art Bulle guckt immer relativ verschlagen und listig. Bzw. so listig, wie es der Intellekt erlaubt.

Solche Coppers hat George Floyd unglücklicherweise getroffen. Und so erstickte er in einer großen Pfütze seines eigenen Urins. Smartphone sei Dank kann man den kompletten Mord immer wieder angucken, auch wenn man das nicht möchte. Die Nachrichten zeigen´s trotzdem. Für so Clips musste man früher auf bestimmte Seiten. Heute ist sowas Mainstream. Es ist eine fremde, seltsame Welt.

2 Songs für George:

Über derpeavy

Ich bin ein toller Hecht. Aber wirklich.
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6 Antworten zu Rassismus, Bullen, Fischbrötchen

  1. feldlilie schreibt:

    In Hamburg haben sie mal so eben 39 Leute stundenlang festgehalten; erst mit erhobenen Armen an einer Wand stehen lassen bis die nicht mehr konnten (über eine Stunde), dann in ein 10 Kilometer entferntes Polizeirevier gefahren (als ob es in der Nähe keine gäbe). Ein Teil der Leute trug seine Einkaufstaschen dabei (jo, spricht für Gewaltbereitschaft), ungefähr die Hälfte war noch nicht volljährig und ihnen wurde nicht erlaubt, die Eltern anzurufen oder ans Handy zu gehen, als die Eltern immer panischer durchklingelten. Einige von denen ließ man erst lange nach Mitternacht laufen, ohne sich drum zu kümmern, wie sie nach Hause kommen. Die letzte Bahn war weg.
    Sowas ist meinem einen Sohn auch oft passiert. Er sieht „ausländisch“ aus, und wenn er dann mit seinem dunkelhäutigen Kumpel draußen war, haben sie ihn IMMER angehalten. Wie oft ich nachts nicht schlafen konnte, weil die Polizei dafür gesorgt hat, dass er die letzte Bahn verpasst (und seine Schuhe einkassiert hat, weil die ein „Beweismittel“ wären. Waren sie dann aber doch nicht). Einmal kam sein Freund nach unten, mit einem Butterbrot in der Hand, das ihm seine Mama gerade geschmiert hatte, und die Polizei hat INSTANT seine Personalien aufgenommen. Keiner weiß, wieso. Vielleicht sind Butterbrote, von Mama geschmiert, irgendwie verboten.
    Vor zwei Tagen hat es dann aber den anderen Sohn erwischt. Er wurde von einem Polizisten in den Schwitzkasten genommen. Sein Vergehen? Er wollte nach Hause, musste dazu an einer Demo vorbei (in die andere Richtung) und trug schwarze Klamotten. Und hat ein Manga-Tattoo, aber ob man das sehen konnte??? Ich freue mich, berichten zu können, dass man sich aus Schwitzkästen rauswinden kann, und dass manchen Polizisten nach solchen Einsätzen die Kniescheiben wackeln. Aber verdammt – schön ist das nicht. Ich wollte das Beste für meine Kinder – und jetzt denke ich, das Beste wäre gewesen, ihnen keine dunkelhaarigen und braunäugigen Gene zuzumuten.
    KACKE.

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    • derpeavy schreibt:

      Fang gar nicht erst an, so zu denken. Deine Kinder sind in Ordnung. Wir haben auch schon sowas erlebt, weil meine Frau schwarze Haare hat. Da hieß es dann: „Wo kommen ihre Eltern denn her?“. Ich sagte: „Ihr Oppa war bei der Wehrmacht und ist von einem Russen erschossen worden. Ist das jetzt deutsch genug für Euch?“. Und schon haben wir die Wohnung gekriegt.
      Das mit dem gegen das eigene Schubladendenken ankämpfen ( weil menschliche Gehirne einfach Faschisten sind ) ist auch schwierig. Kann nicht jeder.

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  2. emmitsomo schreibt:

    hm… stimmt. Warum erst jetzt. Hab ich auch gedacht. Mein ganzes Leben ist ja eine Art Protest, versteht nur fast niemand. Man bekommt höchstens gesagt, warum reihst du dich nicht ein. Ja warum wohl, jetzt will ich auch nicht mehr, ich mach nur noch das: in your face, brotha… irgendwann werden sie es bestimmt merken, vielleicht wenn ich nicht mehr bin. Wie der Floyd. Mistwelt.

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  3. emmitsomo schreibt:

    @feldlilie: oh, da fällt mir ein, dass ich mal eine Doku gesehen hatte, wo sie vorhersagbare Kriminalität besprochen haben, völlig bescheuert, ich weiß noch dass ich so eine Art Muffensausen bekam, weil zB, die Polizei anhand von bestimmter Technologie und bestimmter Kleidung der späteren Täter vorhersagen könnte, wann und wo die Person zuschlagen würde. Toll, man durfte also nicht mit Hoodie in einer bestimmten Gegend zu einer bestimmten Uhrzeit auftauchen, or allem nicht wenn man eine bestimmte Etnie hätte, denn dann würde man angehalten werden, und wenn möglich auch festgenommen… oder so… weiß nicht mehr so genau… gruselig… egal ob man was vorhätte oder einfach nur spazieren oder was immer, man wäre verdächtig denn die Technologie wußte, bzw, wüßte dass man später ein Täter sein würde. Die haben doch einfach nur einen Knall. Also die Police und Security-Typen…

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    • feldlilie schreibt:

      Kriminalität mag nicht vorhersehbar sein, aber dass die Täterbeschreibung rein zufällig IMMER auf meinen mittleren Sohn passt, das ist 100-prozentig. Selbst wenn der Täter, wie sich später rausstellt, gar nicht ausländisch aussah.
      Er hat mal in der Schule in Kunst getestet – sein blonder, blauäugiger Freund gab ein Bild ab und bekam eine Eins Minus. Anderthalb Stunden später gab mein Sohn das Bild seines Freundes nochmal ab – und bekam eine Vier Minus. Die haben damals drüber gelacht, aber… Es ist bitter. Ich jedenfalls konnte das kein bisschen witzig finden 😦

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