Fremder in der eigenen Stadt.

Falls sich aufgrund des Titels irgendwelche identitären AfD-Pfosten hierhin verirrt haben: Der folgende Text ist für Lernbehinderte und Legasthenisten ungeeignet.

Es geht um Bus und Bahn, die Öffentlichen. Es begann damit, das die Linie 310 (Straßenbahn) woanders lang fahren sollte. Sehr viele Menschen haben unterschrieben das sie das überhaupt nicht wollen. Das wurde konsequent ignoriert und das aus gutem Grund: Weil durch die neue Bahntrasse überall die Straße aufgerissen wurde konnte die Stadt Bochum da Leitungen und Rohre ausbessern/erneuern. Ohne die 310 hätte das die Stadt einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Passte also.

Wo sie schonmal dabei waren haben sie alle Fahrpläne reformiert. Und ich rede nicht nur von den Zeiten. Alle Busse fahren jetzt ganz woanders hin und die Endstellen sind teilweise bizarr. Niemand fährt von Bochum-Langendreer zum Bahnhof Dahlhausen. Nie!

Früher bin ich hier in die 310 gestiegen, die mich dann in 20 min. in die Innenstadt gebracht hat. Heute kann ich einen Bus nehmen der 50 min. braucht. Oder umsteigen, was aufs selbe rauskommt.

Als gebürtiger fast 50-jähriger Bochumer ist das, als ob man mich in eine neue Stadt schubst. Ich weiß nicht mehr, was wohin fährt. Wegen jeder Strecke muss ich erstmal online gucken. Und ich bin jetzt schon sicher das ich irgendwo landen werde wo ich nicht hinwollte.

How dare they.

Über derpeavy

Ich bin ein toller Hecht. Aber wirklich.
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2 Antworten zu Fremder in der eigenen Stadt.

  1. emmitsomo schreibt:

    Du Armer. Oder Ihr Armen… ging mir auch mal so, als ich völlig erschöpft, vom ersten Tag eines neuen Jobs, nach Hause düsen wollte, was mach ich? Ich steig ganz schnell in den falschen Bus ein, freu mich noch dass ich ihn erwische, das war noch als ich in einer Stadt lebte, die viel Land drum herum hat. Ich war sooo müde wie noch nie, und ja, nur die Richtung hat halt nicht gestimmt, aber es gab es da ja nur diese Buslinie, die andere Richtung wär kürzer gewesen und genau das was ich gebraucht hätte. Die Richtung, für die ich mich ausversehen entschieden hatte, führte erstmal seelenruhig durch bauernartige Landschaften (gibt’s da halt viele) und der Bus hielt viel öfter als in der anderen Richtung, ich glaube, ich kam dann irgendwann gefühlte Stunden später von der anderen Seite in der Stadt an, wo ich grundsätzlich losgefahren war, aber irgendwie halt doch völlig unnötig. Ich glaub mir das bis heute nicht.. ja, wie die Zeit vergeht. Aber damals gab’s kein online, jedenfalls nich wie heute…

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  2. derpeavy schreibt:

    Sowas ist mir schon öfters passiert. Das Beste war als ich mit der S-Bahn von Dortmund nach Bochum wollte, eingeschlafen bin und bis Düsseldorf durchgefahren. Und dann fuhr erstmal über 3 Std. nix zurück (nachts). Dann noch Ärger mit der Bahnpolizei, die wollten mich nicht IM Bahnhof warten lassen. Und vor dem Bahnhof noch ganz nett mit einem Typen unterhalten bis sich herauskristallisierte das der mich für einen Stricher hielt und Interesse hatte. War das eine komische Nacht.

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