Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Eine Frage, so alt wie der Tod selbst. Oder nee. Proteinketten und Flechten, die ersten Lebewesen hier (stark vereinfacht) konnten auch schon sterben aber fragten sich wohl nie was danach kommt. Mit dieser Fragerei hat meiner Meinung nach der Mensch angefangen. Vielleicht machen Antilopen das auch, aber das ist nicht belegt. Und gerade bei religiösen Themen geht´s um Fakten.

Diese Frage beschäftigt die Menschen schon immer da sie denken sie wären furchtbar wichtig. Und das so dermaßen wichtige Wesen einfach verfaulen und dann wech mit ch sind, das passte irgendwie nicht. Und nur EIN Leben is ja wohl albern. Da steht keiner für auf / wird keiner für geboren. Außerdem macht einem der Tod richtig Angst wenn man weiß man muß endgültig sterben.

Schnell entstanden Religionen, da gab´s Antworten für die Menschen und ein laues Leben für die Geistlichen. Fanden die Leute toll und glaubten je nach Religion verschiedene Dinge, was das Leben danach betrifft.

Christentum :

 Man ist der Meinung, dass wenn man sein Leben ordentlich geführt hat zur Belohnung nach dem Tod in den Himmel, das Reich Gottes, einkehrt. Dort führt man sein Leben nach dem Tod ohne Leid und Krieg und in der Nähe Gottes fort. Hat man jedoch seine Chancen im Leben verspielt und sein Leben nie ernst genommen, so wird man zur Strafe in die Hölle, das Reich des Teufels, verbannt. Jedoch glauben Manche, dass auch nach dem Tod noch Einsicht und Bekehrung möglich sind und man somit dem Fegefeuer bzw. der Hölle entweichen kann.

Ja töfte. Das mit dem: „Leben nie ernst genommen“ erfahre ich jetzt erst? Ich dachte, das wär ok, so auf lustig. Egal, Himmel und Hölle liest sich beides gleich langweilig. Entweder ohne Leid und Krieg oder beim Teufel. Aber das man noch klarmachen kann, das man eigentlich gar nicht in die Hölle wollte und dann noch umziehen darf, das nenne ich kulant. Da können sich Touristikunternehmen mal ne Scheibe abschneiden. Wie früher, wenn man bei der Bundeswehr angekommen dann doch noch verweigert hat.

Buddhismus:

Die Jenseitsvorstellung im Buddhismus greift die Vorstellung einer Wiedergeburt auf. Das Dasein, so glücklich es im Einzelfall sein mag, ist vergänglich und kann daher nie eine ganzheitliche Erfüllung bieten. Im Buddhismus wird vielmehr angestrebt, sich von dem stetigen Kreislauf aus Geburt und Sterben zu befreien. Die Loslösung wird als Nirvana bezeichnet und stellt eine absolute sowie unpersönliche letzte Wirklichkeit dar. Damit wird jegliches Leiden beendet.

Wenn ich mich an die letzte Existenz nicht erinnern kann, ist die aktuelle immer die erste. Das Nirvana wäre nur erstrebenswert, wenn man alle Leben bis jetzt auf dem Schirm hätte. Dann würde mancher sagen: „Ich reiß mich ab jetzt zusammen. 850 Leben reichen, ich kann nicht mehr.“. Wenn das so wäre, wären Gespräche auch viel interessanter. Man würde sagen: „Borneo? Kenn ich, da war ich 15 Jahre lang Brüllaffe.“, oder: „Meine besten Jahre waren die als Egel.“. Aber wenn man sich an´s letzte Leben nicht erinnert bringt das nix. Sorry Buddha. Und für´s Nirvana gibt´s Psychopharmaka.

(Jetzt werd ich im nächsten Leben bestimmt Klofliege. Das war´s wert.)

Hinduismus:

Der Glaube an ein Leben nach dem Tod spielt in allen Religionen eine zentrale Rolle. Die Jenseitsvorstellung im Hinduismus basiert auf der Idee der Seelenwanderung. Nach dem Tod zieht die Seele (Jiva) in einen anderen Körper, wobei diese im Gegensatz zum Leib unsterblich ist. Wohin die Seelenwanderung geht, hängt von der Lebensweise im Diesseits (Karma) ab.

Jenseitsvorstellung Hinduismus
(Dieses Bild hab ich mitkopiert. Ich lasse es mal hier, passt gut.)

Ist der Mensch gut und wohltätig, so ist auch sein Karma gut. Seine Seele gelangt in eine angesehene und höhere Lebensform, idealerweise in einen gesunden und gutaussehenden Körper, geboren von einer angesehenen Mutter. Jedes Dasein ist also die Folge der vorangegangenen Biographie. Die Seelenwanderung nach dem Tod wird allerdings nur so lange stattfinden, bis der Mensch die Weisheit erreicht hat, über die Vergänglichkeit des irdischen Lebens hinwegzusehen. Das wichtigste Ziel ist es, dem sogenannten „Samsara“, das heißt dem Kreislauf aus Geburt, Tod und Wiedergeburt, zu entfliehen und in die „Brahma-Welt“ einzutreten. Diese ermöglicht ein vollkommenes Dasein, womit alles ein Ende hat.

Wow. Ich HABE ECHT einen gesunden und gutaussehenden Körper. Da muss ich im letzten Leben ja echt gut abgegangen sein. Ansonsten ist Hinduismus sehr ähnlich wie Buddhismus, nur das die Hindus total viele echt witzige Götter haben. Wenn Dir beim Fingernägelschneiden ein Stein auf den Zeh fällt – da gibt es einen Gott für, ganz sicher.

Satanismus:

Die folgenden Ausführungen stammen von princesspink:

die zeit nach dem tot wird schreklich für satanisten werden. die große angst vor der hölle birngt auch manche menschen dazu sich zu bekehern weil sie wissen das man bei gericht sozusagen durchfallen wird. das gericht ist , wenn eines tages die zeit auf der erde vorbei ist und gott alle menschen zu sich holt . Alle menschen werden gerichtet, nach den taten die sie im leben gamacht haben . er hat ein buch des lebens . Von welchen personen der name drinne steht darf mit gott ewig leben, doch von wem der name nicht drinne steht zu dem wird gott sagen “ ich kenne dich nicht ! “ und schikt dich in die hölle. Das ist ein SCHREKLICHER ort. das kann sich kein mensch vorstellen
WEnn du jetzt denkst wie kann gott, der sich als Vater beschreibt nur sowas tun , dann sag ich dir : gott will NIEMANDEM was böses , ER LIEBT DICH , er ist nur ein GERECHTER gott!

Nach diesem Text weiß man: Die Gegner Satans sind auch Gegner jeglicher Rechtschreibung. Aber viel Info war da jetzt nicht. Nochmal gucken:

„Was nach dem Tod passiert, weiß ich nicht. Ich war noch nicht tot.“, meint ein Satanist. Also DAS krieg ich auch ohne Satan hin. Trotzdem erfrischend ehrlich.

Islam:

Der Wiedererweckung geht das Ende der Welt voraus.  Gott wird einem präch-tigen Engel befehlen, das Horn zu blasen.  Bei seinem ersten Blasen werden alle Bewohner der Himmel und der Erde bewußtlos, außer denen, die Gott verschont.  Die Erde wird flach, die Berge werden zu Staub, der Himmel wird auseinander-reißen, die Planeten werden verstreut und die Gräber werden umgedreht.

Das Horn wird erneut geblasen, woraufhin die Menschen aus ihren Gräbern auferstehen werden, wiedererweckt! Die Menschen werden mit ihren ursprünglichen, physischen Körpern aus ihren Gräbern wiedererweckt. Sie werden in die dritte und letzte Lebensphase eintreten. 

Gott wird alle Menschen versammeln, Gläubige und Ungläubige, Ğinn und sogar die Tiere.  Es wird eine allumfassende Versammlung.  Die Engel werden alle menschlichen Wesen nackt, unbeschnitten und barfuß zu der Großen Ebene der Versammlung treiben.  Die Leute werden stehen und auf ihr Urteil warten und die Menschheit wird in verzweifelter Qual schwitzen.  Die Rechtschaffenen unter ihnen werden jedoch durch den Schatten von Gottes Prächtigem Thron beschirmt.

Wenn der Zustand unerträglich wird, werden die Leute die Propheten und Gesandten bitten, sich bei Gott zu ihren Gunsten einzusetzen, um sie vor dem Elend des Wartens auf die Abrechnung zu bewahren. 

Die Waagen werden aufgestellt, und die Taten der Menschen werden gewogen.  Die Enthüllung der Berichte von den Taten, die im diesseitigen Leben verrichtet wurden, folgt dann.  Derjenige, der sein Buch in die rechte Hand gelegt bekommt, wird eine leichte Abrechnung haben.  Er wird glücklich zu seiner Familie zurückkehren.  Die Person aber, die ihr Buch in die linke Hand gereicht bekommt, wird sich wünschen, eher Staub zu sein, als in das Höllenfeuer geworfen zu werden.  Er wird dann bereuen und wünschen, daß ihm sein Buch nicht ausgehändigt worden wäre oder daß er es nicht gekannt hätte.

Daraufhin wird Gott über Seine Schöpfung richten.  Sie werden über ihre guten Taten und Sünden informiert und an diese erinnert.  Die Gläubigen werden ihre Fehler zugeben, und ihnen wird vergeben.  Die Ungläubigen werden keine guten Taten vorzuweisen haben, denn ein Ungläubiger wird in diesem Leben für sie belohnt.  Manche Gelehrten vertreten die Ansicht, daß die Strafe eines Ungläubigen aufgrund seiner guten Taten gemindert werden könnte, nicht aber die Strafe für die große Sünde, den Glauben zu verweigern.

Der Siraat ist eine Brücke, die über die Hölle befestigt wird und zum Paradies führt.  Jeder, der im diesseitigen Leben standhaft bei Gottes Religion bleibt, wird sie leicht überqueren können.

Paradies und Hölle werden nach dem Jüngsten Gericht die letzten Aufenthalts-orte der Gläubigen und der Verdammten sein.  Sie sind real und ewig.  Die Glück-seligkeit der Leute im Paradies soll niemals enden und die Strafe der Ungläubigen, die zur Hölle verdammt sind, soll nie aufhören.  Es ist nicht wie in einem Versuch-/ Irrtumsystem mancher anderer Glaubensrichtungen. Die islamische Sichtweise ist sophistischer und vermittelt ein höheres Niveau an Göttlicher Gerechtigkeit.  Dies kann man an zwei Dingen sehen: Erstens werden manche Gläubigen für unbereute Sünden in der Hölle leiden; zweitens besitzen sowohl Paradies als auch Hölle unterschiedliche Ebenen.

Das Paradies ist der Ewige Garten physischer Freuden und spiritueller Vergnügungen.  Es gibt kein Leid und körperliche Begehren werden erfüllt.  Alle Wünsche werden erfüllt.  Paläste, Diener, Reichtümer, Wein in Strömen (der jedoch nicht betrunken macht), Milch und Honig, angenehme Gerüche, milde Stimmen, reine Partner für Intimität – niemandem wird jemals langweilig und niemand wird jemals genug haben! 

Aber das größte Vergnügen wird das Angesicht ihres Herrn sein, dessen Betrachtung den Ungläubigen nicht zusteht.

     Die Hölle ist ein scheußlicher Ort der Strafe für die Ungläubigen und der Reinigung für sündige Gläubige.  Qualen und Strafen für Körper und Seele: Verbrennen mit Feuer, siedendes Wasser zum Trinken, kochende Nahrung zum Essen, Ketten und erstickende Säulen von Feuer.  Ungläubige werden ewig darin verdammt sein, sündige Gläubige dagegen werden nach von Allah bestimmter Frist herausgenommen und das Paradies betreten.

Das Paradies ist für all jene, die Gott allein gedient haben, geglaubt haben und ihrem Propheten gefolgt sind und ein sittsames Leben nach den Lehren und Schriften geführt haben.  Die Hölle ist der letzte Aufenthaltsort für jene, die Gott leugneten, andere außer Ihn angebetet haben, den Ruf der Propheten zurück-gewiesen haben und sündige, reuelose Leben führten.

Boah, was kompliziert. Dagegen ist ein Antrag auf Arbeitslosengeld übersichtlich und logisch. Da muss man ja das halbe Leben sterben üben. Die 72 Jungfrauen, die man im Paradies kriegt wurden nicht erwähnt. Dabei verstehe ich ausgerechnet das nicht. Wie kann es paradiesisch sein mit 72 Frauen zusammenzuleben? Jungfrauen sind sie ja nicht lange und dann geht der Stress los. Man braucht 72 Badezimmer sonst gibt´s Mord und Totschlag. Wenn auch nur 10 gleichzeitig PMS haben und weitere 10 Bock auf Shopping  denkt sich jeder: Was wär das jetzt schön in der Hölle.

Das denkt auch jeder der den Wein, der nicht betrunken macht probiert hat. Saufen ohne voll sein. Ganz toll. Da helfen angenehme Gerüche und milde Stimmen auch nicht weiter.

Temple of P (also ich):

Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod. Das Bewusstsein ist im Gehirn zuhause, wenn das Gehirn stirbt ist man weg. Derselbe Zustand wie bevor man gezeugt wurde. Ich glaube nicht, das Menschen eine Seele haben. Da ist nur das Bewusstsein und fertig.

Und wie soll das auch funktionieren alles? Seit Beginn des Homo Sapiens Hypes sind 150 – 200 Milliarden Menschen gestorben. Wie soll man da Verwandte oder Bekannte finden? Und wenn ein Säugling stirbt ist der im Jenseits für immer ein Säugling? Wäre nervig für die anderen. Und ein Komapatient – pennt der im Jenseits einfach weiter? Wenn jemandem ein Zug über den Kopf fährt, hat der dann keinen Kopf im Jenseits? Oder ist man da so wie man gerne wäre? Oder mal war, als alles super lief? Da hätte der Säugling ja wieder verkackt.

Mein Fazit: Ein Leben nach dem Tod ist einfach zu kompliziert. Nach einem anstrengenden Leben ist man froh erstmal 1-2 Ewigkeiten Pause zu machen. In diesem Sinne: Live slow die old.

 

 

 

 

 

Über derpeavy

Ich bin ein toller Hecht. Aber wirklich.
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10 Antworten zu Gibt es ein Leben nach dem Tod?

  1. Berta schreibt:

    Das war ja jetzt ein ganzer Sack voll wissenswerter Informationen. Danke dafür. Und vor allem für deine ganz persönlichen Erläuterungen, ohne die das Lesen nicht halb so kurzweilig gewesen wäre. Ich glaube, ich weiß jetzt, was ich glaube… 😆

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  2. emmitsomo schreibt:

    „wech mit ch“… der war gut…. aber soo lang… 😉
    Ich glaube schon dass wir alle eine Seele haben. Spinnen zB. Vor den einen hab ich Angst, vor den anderen nicht… warum wohl? Weil eine evtl böse ist und eine andere scheinbar irgendwie freundlich is, hab ich schon so erlebt. Mit manchen kann man sich cool „unterhalten“ (okay, ein joke, aber ich red auch mit so kleinen Lebewesen, wenn es hochkommt.)… Also dann bin ich mal wech mit ch. 😉 Bei Rechtschreibung (Satanistische Scheiße) – ach, mist, jetzt hab ich vergessen was ich schreiben wollte, zur Hölle damit…. lol. Ich schreibe jedenfalls manchmal das und meine dass, und manchmal dass und meine das. Aber das ist halt nun mal so. *kicher*

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  3. derpeavy schreibt:

    daß und das kann ich auch nicht auseinanderhalten. Ist ähnlich wie mit Komma, das mach ich nach Gefühl. Und ALLE Spinnen sind Freunde und Nützlinge. Ohne die würden uns alle möglichen Insekten überrollen.

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  4. refoexac schreibt:

    Es könnte auch eine gigantische Simulation sein, so kommt es mir jedenfalls manchmal vor.

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  5. blogbellona schreibt:

    ich habe mir tatsächlich auch schon gedanken darum gemacht, wie man dann im „jenseits“ ist. wenn man jung seinen partner verliert und selber alt stirbt, passt das dann im jenseits wieder? oder noch? und wenn man den partner verliert und einen neuen findet, gibt’s dann im jenseits eine dreierbeziehung?

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